Schnelle Pasta-Soße: Tomate mit Thunfisch, Kapern und Riesenbohnen

Sonntagabend. Der Mann und ich haben Hunger. Es ist wenig vorrätig – meine Kumpels werden sich beim Lesen dieses Satzes halb tot lachen, denn böse Zungen behaupten bei uns sei immer genügend Essen vorrätig und das Licht im Kühlschrank nie sichtbar 😉
Aber tatsächlich, ganz aus dem Vollen schöpfen kann ich heute leider nicht. Wir waren im Urlaub und sind erst spät am Samstag abend heim gekommen und konnten nicht mehr einkaufen. Ich habe eine Woche lang nicht gekocht, es juckt in meinen Fingern. Essen bestellen fällt also aus. Genau wie Essen gehen – ich will jetzt was kochen, verdammt! Aber was?
Erschwerend kommt hinzu, dass ich nicht mehr genug Zeit hatte etwas sanft stundenlang aufzutauen. Also hilft nur eines: ab an den Vorratsschrank und schauen, was an Konserven vorhanden ist.

Ich grabe in meinem ausziehbaren Apothekerschrank, überlege, kombiniere in Gedanken und wähle schließlich folgendes aus:

schnelle Pasta_001

Dazu geselle ich noch eine große weiße Zwiebel und 2 Zehen Knoblauch. Der Mann schaut mir über die Schulter und murmelt „Thunfisch, ok, in Tomantensoße, lecker, … aber wozu die Bohnen?!?“ Meine Antwort: „Weil sie lecker sind, mein Herz!“ Und weil die Köchin Bohnen liebt und immer wieder ausprobieren will, wozu sie passen.

Also los. Den skeptischen Mann unter einem Vorwand von den Bohnen weg gelockt („Geh mal in den Keller und such Dir Pasta aus, auf die Du Lust hast!“) und schon mal Wasser im Wasserkocher aufsetzen.

Die Zwiebel wird klein gehackt und die Knoblauchzehen werden nur ausgezogen. Da wir beide am Montag wieder arbeiten müssen möchte ich die Soße nur mit Knoblauch „parfümieren“ und die Zehen ganz lassen, damit man sie später raus fischen kann. Ich schwitze beides auf mittlerer Hitze an, bis die Zwiebeln leicht glasig werden. Denn drehe ich die Hitze einmal richtig hoch und streue ein paar Prisen braunen Zucker über die Zwiebeln, der sofort karamelisiert. Ich gebe ihm nicht viel Zeit und lösche das Ganze mit einem Rest Weißherbst ab (heute muss ich nehmen was ich finde! 🙂 )

Nun gebe ich die passierten Tomaten in den Topf, schwenke die Dose mit Wasser aus und füge es hinzu (ca. die halbe Dose). Da ich weiß ich will das Ganze einkochen brauche ich Flüssigkeit. Ich gebe die Kapern jetzt schon dazu, damit sie ihren säuerlich-salzigen Geschmack an den Tomatensud abgeben können. Und Achtung, ich verwende nur das halbe Glas, auch wenn es klein ist. Den Thunfisch und die Riesenbohnen hebe ich für später auf. Beides soll nicht lange mitgekocht, sondern nur erhitzt werden. Dabei schütte ich den Saft vom Thunfisch nicht ab, damit ich später entscheiden kann ob ich noch Flüssigkeit brauche oder den Saft entsorge.

An Gewürzen füge ich hinzu:

  • Meersalz (Vorsicht, nicht zu viel, die Kapern und der Thunfisch sind auch salzig).
  • Gemahlener schwarzer Pfeffer
  • getrocknete italienische Kräuter
  • Majoran
  • Oregano

Und das Glück ist uns hold, ich finde sogar noch einen Rest Parmesan im Kühlschrank – zwar schon etwas fester, aber mit meiner sehr scharfen Reibe kein Problem. Als sie Nudeln nach 9 Minuten fertig sind, ist auch die Soße bereit. Guten Appetit!

schnelle Pasta_013

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s