Probebacken für Weihnachten: Karotten-Kardamon-Ingwer-Gugl und English Christmas Pudding mit Whisky

Was mache ich dieses Jahr nur zu Weihnachten? Da Heiligabend die Familie bei uns ist, wälze ich schon mal die Rezeptbücher, um mir Inspiration zu holen. Da kam mir die neue Ausgabe der Zeitschrift „Lust auf Genuss“ gerade recht: Titelthema „Festliche Desserts“ (Ausgabe 13/2014). Und siehe da: etwas Neues, etwas, was ich noch nie probiert oder gekocht habe: ein englischer Pudding! Hierbei handelt es sich mitnichten um eine Milchspeise zum Löffeln, sondern um einen gekochten Kuchen. Kurz den Kühlschrank gecheckt: alle Zutaten vorrätig (es ist nämlich Sonntag). Los geht´s!

English Christmas Pudding mit Whisky

Christmas Pudding 1Zutaten

  • Im Rezept steht „eine Puddingform“. Klasse, hab ich nicht. Alternativ funktioniert aber eine Gugelhupfform!
  • 150 Gramm Trockenfrüchte (in meinem Fall: Pflaumen, Datteln, Cranberries)
  • 100 Gramm Zartbitterschokolade
  • 50 Gramm weiche Butter und etwas Fett für die Form
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • 125 Gramm brauner Zucker
  • 4 Eier Größe M
  • 25 Gramm Mehl (Type 405)
  • 75 Gramm gemahlene Haselnüsse
  • 2 Esslöffel Kakaopulver
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 2 Esslöffel Whisky-Likör (in meinem Fall Jack Daniel´s Winter Jack)

Zubereitung

Die Trockenfrüchte werden mit 150 ml kochendem Wasser übergossen, danach mindestens 15 Minuten ziehen lassen. Dann mit dem Pürierstab zu einem Brei pürieren.

Die Zartbitterschokolade schmelzen. Butter, Vanillemark und den Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen, die Eier nach und nach untermixen. Dann Mehl, Haselnüsse, Kakao, Backpulver unterarbeiten. Am Schluss das Früchtepürree, den Whisky und die geschmolzene Schokolade untergeben.

Die Guglform falls nötig einfetten (meine ist aus Silikon, da kann man sich das sparen). Die Form in einen Topf mit köchelndem Wasser stellen und mit Alufolie abdecken. Dann 2 Stunden auf kleiner Flamme im Wasserbad köcheln lassen. Danach aus dem Topf nehmen und 10 Minuten auskühlen lassen.

Im Original kommt der Whisky übrigens nicht in den Pudding, sondern man serviert eine Whisky-Schoko-Sauce dazu. Da ich die zum Ausprobieren nicht machen wollte, habe ich den Whisky in den Pudding gegeben.

Mein Fazit:

Cool, das ich es mal probiert habe, aber gekochter Kuchen wird kein Freund von mir werden. Die Chance bei mir an Heiligabend serviert zu werden ist nach diesem Vorsprechen leider vorbei, aber ich bin mir sicher er findet andere Fans – den Kollegen jedenfalls hat er geschmeckt 🙂

Karotten-Kardamon-Ingwer-Gugl

Karotten Kardamom Ingwer Gugl 4Ok, nachdem der Christmas Pudding ausgeschieden ist wird´s jetzt schon geiler. So viel kann ich schon mal verraten: diesen kleinen Süßen hier werde ich wieder einladen! Auch hier konnte ich mir (selbst beim aller ersten Backen) eine Modifikation des Originalrezepts nicht verkneifen, welches übrigens von Tanja Grandits ist (und ohne Ingwer 🙂 ).
Anbei also mal wieder die Angaben „my style“:

Zutaten
(Hinweis für meine Kollegen die meinten, der Gugl könne mehr Ingwer vertragen: in dieser Auflistung ist die Angabe der Ingwer-Menge bereits erhöht! Ursprünglich war es die Hälfte, also nur 1 kleines Stück.)

  • 120 Gramm brauner Zucker
  • 2 Eier Größe M
  • 90 Gramm Mehl Type 405
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 100 Gramm geraspelte Möhre
  • 60 Gramm gemahlene Haselnüsse
  • 1 gestrichener Teelöffel Kardamom
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • 2 kleine Stücke frischer Ingwer (insgesamt ca. 1/2 kleiner Finger)
  • falls vorhanden: 1 Teelöffel englische Ingwer-Zitronen-Konfitüre. Falls nicht vorhanden ggf. durch etwas mehr Ingwer und 3-4 Spritzer Zitronensaft ersetzen
  • 1 Prise Salz
  • 60 Gramm flüssige Butter und ggf. etwas Fett für die Form
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • Eine kleine Gugl-Form (ca. 500 ml Volumen); auch schön: ein großes Weckglas (zum Backen den Deckel ohne Gummi offen lassen, da der Kuchen noch stark aufgeht).
    Achtung, die Form muss extrem gut eingefettet werden und mit Mehl oder Semmelbröseln ausgestäubt, sonst bekommt Ihr den Kuchen nicht aus der Form. Da man hinterher Puderzucker drüber streut sieht man es auch nicht.

Zubereitung

Zucker und Eier miteinander mit dem Handrührer oder in der Küchenmaschine schaumig rühren. Alle weiteren Zutaten dazu geben und glatt rühren.

Die Form gut einfetten und den Teig einfüllen. Es sollte etwas Platz zum Rand sein, denn der Kuchen geht noch auf!

Im vorgewärmten Backofen bei 170 Grad Umluft für ca. 40 Minuten backen. Nach dem Backen auskühlen lassen, stürzen und mit Puderzucker bestäuben.

Fazit:

Für Weihnachten ist er mir nicht festlich genug – aber er schmeckt trotzdem großartig! Der Mann liebt ihn, ich liebe ihn, den Kollegen hat´s auch geschmeckt –  den backe ich bestimmt nicht nur 1x wieder.

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