Ehrlich, erdig, wärmt Körper und Seele: Petersilienwurzel-Gemüsesuppe mit Kasseler

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Ach ja, die Petersilienwurzel – völlig unterschätzt, total zu Unrecht…  Jedermann um mich herum spricht gefühlt nur von der Pastinake, der garstigen kleinen Schwester des Knollensellerie. Aber warum?
Ich meine, die Pastinake ist nichts weiter als eine unsympathische Zicke. Kann sich nicht entscheiden: „Bin ich scharf? Bin ich süß? Schmecke ich stark nach ätherischen Ölen? – Ach was, ich mach einfach alles auf einmal!“
Nicht mein Fall.
Eines meiner Patenkinder hat bisher tapfer alles probiert, nur pürierte Pastinake hat sie wieder ausgespuckt – kluges Kind! 🙂

Wie schafft es diese künstlich gezüchtete Gemeinheit von Lebensmittel also,  ihr evolutionäres Original, die Petersilienwurzel, derart in den Schatten zu stellen?!? Es ist mir ein Rätsel…


Petersilienwurzel finde ich persönlich köstlich, sie erinnert ein wenig an Möhren, aber nicht so süß, ein bißchen kartoffelig, aber nicht so mehlig, und von allem nicht zu viel, sondern das ideale Wurzelgemüse. Bei mir darf sie auch ganz oft mitspielen, wenn ein klassisches „Suppengrün“ gefragt ist, oder als Gemüsebeilage – die sich übrigens auch prima lange lagern lässt.

Aber wie unterscheidet man nun die gute von der bösen Zwillingsschwester? Petersilienwurzeln sind weiß, bei Pastinaken kann die weiße Farbe auch in Richtung Gelb oder Rosa verfärbt sein. Außerdem steht bei der Petersilienwurzel das Ende der Knolle deutlich heraus und ist größer (siehe Foto), bei der Pastinake ist es flacher, kleiner und mehr in das Gemüse reingewachsen.

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Da wir ständig Kartoffelsuppe essen und ich mal Abwechslung wollte, darf hier nun die Petersilienwurzel die Hauptrolle spielen. Das Beste daran ist: es geht einfach und ganz schnell, besonders wenn man einen Dampfkochtopf hat.

 Zutaten für 8 Portionen:

  • 5 Knoblauchzehen
  • 3 mittelgroße weiße Zwiebeln
  • 6 Kartoffeln fest kochend, ca. 700 Gramm
  • 2 Kohlrabi, ca. 350 Gramm
  • 5 Möhren, ca. 450 Gramm
  • Ingwer nach Belieben, Anhaltspunkt: ca. 15-25 Gramm
  • 3-4 Stangen Lauch, ca. 400 Gramm
  • 125 Gramm gewürfelter Katenschinken
  • 5 kleine/mittlere Petersilienwurzeln, ca. 500 Gramm
  • Gewürze:
    • geriebene Muskatnuss und/oder Muskatblüte
    • Curcuma
    • Koriandersaat (wer´s fein mag macht sie im Mörser klein)
    • gemahlener Piment
    • Bohnenkraut
    • Rosmarin
    • Majoran
  • ca. 500 Gramm gegartes Kasselerrippchen am Knochen
  • 1 kleiner Schluck Weißwein
  • ca. 500 ml Gemüsebrühe

Zubereitung:

Alles Gemüse schälen/putzen und in kleine  Würfel nach Belieben schneiden. Die Zwiebeln und den Knoblauch zusammen mit den Schinkenwürfel anschwitzen, die Gemüsewürfel dazu geben und anbraten. Mit dem Wein und der Brühe ablöschen und, falls die Flüssigkeit noch nicht alles bedecken sollte, den Rest mit Wasser auffüllen. Die Gewürze, Kräuter und das Kasseler dazu geben (am Stück). Im Dampfkochtopf für 20 Minuten auf Stufe 1 kochen. Ohne Dampfkochtopf ca. 45 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln lassen. Danach das Kasseler rausnehmen und in Würfel schneiden, um es dann wieder in die Suppe zu geben. That´s it!

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