Selbstgemachtes Pesto oder der Beweis, dass gutes Essen nicht aus dem Glas kommt

Diesmal nahm ich den Mund ziemlich voll, denn ich hatte meiner Familie versprochen: „Heute dauert die Zubereitung der Soße max. so lange, bis die Nudeln gekocht sind.“ Meine Lieben nahmen mich nicht ganz ernst – bin ich doch sonst bei zeitlichen Auskünften eher großzügig:
„Wie lange dauert´s noch?“
„Bis das Fleisch weich geschmort ist, so 30 Minuten!“
„30 Alex-Minuten oder in echt?!?“
– Unverschämtes Volk… Egal, ich kam trotzdem mit der Ansage um die Ecke. Außerdem hatte ich noch was anderes im Sinn.

Schon beim Zubereiten und abschmecken hörte ich eine Aussage, die mich unglaublich glücklich gemacht hat „Das geht ja voll einfach. Und schnell… Hm, schmeckt geil… Das mach ich mir auch mal wenn ich für mich alleine koche!“ So oder so ähnlich fasste unser 16-jähriger Nachwuchs ihren Eindruck zusammen, nachdem sie das selbst gemachte Pesto direkt aus dem Mixer probiert hatte.

Und genau darum ging es mir: zu zeigen, dass selbst gemachtes Essen

  • einfach
  • schnell und
  • preisgünstig

zubereitet werden kann. Und, wie in diesem Fall, auch noch besser schmeckt *Puh* 🙂

Pesto 4

Und um den Beweis anzutreten, hier meine Zutatenliste inkl. Preise:

  • 2 kleine Tüten Pinienkerne á 80 Gramm: 2,98 €
  • 1 Töpfchen frisches Basilikum: 1,49 €
  • 250 Gramm Parmesan: 2,98 €
  • 150 ml Olivenöl: 1 €
  • 3 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer: 0,05 €
  • 500 Gramm Pasta (Hier: Spaghetti): 1,49 €

Gesamtkosten für 5 Portionen: 9,99 €, d.h. 1,99 € pro Person.

(Die Garnelen auf dem Foto gab´s extra als Belohnung, weil meine Lieben mir so schön in der Küche geholfen hatten 🙂 )

Zubereitung:

Wir haben die Pinienkerne vorher in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze angeröstet, was zu einem sehr deutlichen Nussaroma geführt hat – geil 🙂 . Wer das nicht so mag, schmeißt sie einfach ungeröstet in den Mixer. Den Parmesan habe ich in grobe Splitter zerteilt in den Mixer geworfen, um das Gerät nicht zu sehr zu provozieren. Der Knoblauch war roh, was für einen ungeschönten, scharfen und wenig subtilen Geschmacksbooster sorgte. Wer hier empfindlich ist, nimmt vielleicht 1,2 Zehen weniger…

Zusammengefasst:

  1. Nudeln aufsetzen.
  2. Zuerst die Pinienkerne und das Olivenöl in den Mixer, einmal volle Power einschalten.
  3. Dann das Basilikum inkl. Stile mit den grob zerteilten Knoblauchzehen in den Mixer. Salzen, Pfeffern, einmal volle Power.
  4. Dann den Parmesan rein und so lange mixen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  5. Die Nudeln absieben, vom Kochwasser 2 Tassen auffangen.
  6. Das Pesto in den heißen Nudeltopf geben, mit dem Kochwasser bis zur gewünschten Konsistenz strecken.
  7. Die Pasta schnell mit dem Pesto vermengen und sofort servieren.

Und weil die Zeit noch gereicht hat, gabs dazu sogar noch Tomate-Mozzarella mit ein paar übrig gebliebenen Basilikum-Blättern. Das alles ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe oder Dinge die da gar nicht rein gehören (Erdnüsse, billiges traniges Pflanzenöl…).

Du entscheidest, was Du isst!

Pesto 3 und Caprese

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