#foodbloggercamp 2017 in Reutlingen – ein Wochenende unter Gleichgesinnten

Besser spät als nie – gilt auch für diesen Bericht 😉 Das diesjährige Foodbloggercamp in Reutlingen war schon am Wochende 25./26. Februar – macht aber nix, ich schreib trotzdem jetzt noch was, denn ich bin immer noch begeistert.

Zusammen mit Juliane (Schöner Tag noch“), Conny („Mein wunderbares Chaos“) und Nadine und Annkathrin von „Kochblog Action“ bildete ich Samstagfrüh eine lustige, schnatternde Fahrgemeinschaft nach Reutlingen.

 

 

Das Ganze fand statt in der Kochschule „Cooking Concept“ von Marcus Schneider. Ein sehr sympathischer Typ, der das ganze Wochenende Ruhe bewahrte, auch wenn die Horde verrückter Hobby-Köche in seiner Kochschule für ihn gewesen sein muss wie den sprichwörtlichen „Sack Flöhe hüten“ 😉

Aber zunächst mal: Foodbloggercamp – was is´n das überhaupt?

So lautete die häufigste Frage wenn ich erzählte, dass ich Mann und Kind ein Wochenende sich selbst überlassen würde. Was mich da genau erwarten würde wusste ich aber auch nicht – es war schließlich mein erstes Foodbloggercamp. Nun, es ist ganz ähnlich einem Barcamp, was ich bereits aus dem IT-Umfeld kannte. So ein Camp ist ein bißchen wie ein Kongress, aber sehr viel spontaner, manche würden sagen chaotischer 😉 Wikipedia definiert es so:

„Ein Barcamp (häufig auch BarCamp, Unkonferenz, Ad-hoc-Nicht-Konferenz) ist eine offene Tagung mit offenen Workshops, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmern zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden.“

Ja und genauso lief es dann auch: morgens direkt nach dem Ankommen gab es eine kurze knackige Vorstellungsrunde, und danach ging´s schon los mit der Planung der Sessions.

Für die Vorstellungsrunde gab es folgende Vorgabe:

Nenne Deinen Namen und drei hashtags, die Dich bzw. Deinen Blog charakterisieren!

Meine Schlagworte waren #Einwecken #Wild und #Räuchern – damit stach ich ein wenig von der breiten (größtenteils weiblichen) Teilnehmerschaft hervor, die Schlagworte wie „backen“ oder „Kuchen“ nannten.

Foodblogger unter sich 😉

Bei der Sessionplanung zeigte sich dann so richtig der demokratische Charakter eines Camps: Jede/r kann/darf/soll sich melden um eine Session zu halten über ein Thema, mit dem man sich besonders gut auskennt. Es können aber auch Themen genannt werden, zu denen man selbst sich nicht unbedingt als Experte fühlt, aber man möchte sich gerne dazu austauschen.

So lief es auch in Reutlingen: Wer eine Session halten wollte, stellte sich und sein Thema kurz vor der Gruppe vor. Dann wurde von den Moderatoren Jan und Annalena per Handzeichen abgefragt, wer Interesse daran hätte. Kamen genug Interessenten zusammen, wurde das Thema auf Flipcharts festgehalten. Als alle Sessionthemen gesammelt waren wurde kurz geplant, was wann in welchem Raum statt findet, und dann durften die Teilnehmer sich schon entscheiden, welche Session sie besuchen werden.

Es war eine gute Mischung aus theoretischen und praktischen Sessions, wobei praktisch meist bedeutete: kochen! Und dafür waren wir ja hier.

Für mich als Neuling fiel die Wahl unglaublich schwer, am Liebsten hätte ich noch zwei Tage dran gehängt und alle Sessions besucht! Aber irgendwie schafft man es dann doch zu priorisieren, und das Schöne ist: notfalls kann man auch zwischendurch wechseln. Bei so einem Camp ist die Atmosphäre angenehm locker und entspannt und da eh alles ständig in Bewegung scheint kann man sich auch ein bißchen treiben lassen. Wobei es natürlich Ehrensache ist, dass man mit hilft bis zum Schluss und nicht früher abhaut wenn eine Session beispielsweise den Anspruch hat, für 60 Teilnehmer das Mittagessen zu kochen. Dies fiel mir auch sehr positiv auf: Wenn Not am Mann war wurde ein kurzer Aufruf gestartet, und wo vorher 5 Mädels um eine Kücheninsel standen und kochten, waren plötzlich 14 Menschen und packten mit an.

Die Stimmung

Generell war die Stimmung super, und ich schreibe das jetzt nicht einfach nur so. Essen und Kochen sind heutzutage sehr ernste Themen für viele Menschen, leider rutscht es manchmal auch etwas ins Verbissene, Extreme.

Hier nicht! Es wurden keine Glaubenskriege ausgetragen nach dem Motto „Für die Veganer koch´ ich nix!“ oder „Fleisch fass´ ich nicht an!“. Jeder half mit, die Fleischesser kochten für die Vegetarier mit und umgekehrt, alles ganz friedlich nach dem Mott „Leben und leben lassen“. Zumindest habe ich es so empfunden und nichts Gegenteiliges mitbekommen.

Was gab es denn jetzt für Sessions?

Also… in einer meiner ersten Sessions wurde Lachs gebeizt auf drei unterschiedliche Arten. Die Kombination der Zutaten hörte sich für mich an von „super geil!“ bis zu „Oh, ob das schmeckt?“
Aber Alexander vom Blog „Ganz und gar saisonal“, der die Session leitete, hatte sich da schon was sehr Leckeres überlegt! Die Tatsache, dass wir beide uns „Alex“ nennen sorgte übrigens kurz für Verwirrung, was wir aber schnell klären konnten: ab sofort war er #Lachs-Alex und ich #Wild-Alex – Problem gelöst 😉

Das Endergebnis gab es am nächsten Vormittag zu verkosten, es war himmlisch! #Lachs-Alex, kein Wunder dass man Dich Kochbücher schreiben lässt, Du hast es drauf!

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Auf diese Fotos bin ich besonders stolz:

Ich hab bei dieser Kochsession mitgearbeitet, dann die Häppchen mit angerichtet und den Fototeller komplett alleine gemacht – ich finde er ist sehr hübsch geworden 🙂 Und prima geschmeckt hat´s auch.

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Tilman vom Blog „Allerbesterkram.de“ gab eine Session zum Thema wursten – schnell ohne Fleischwolf und ohne Wurstfüller gemacht. Was ein Glück dass die Ergebnisse immer verkostet wurden, sie waren köstlich!

 

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Eine Session zu der ich erst gegen Ende stieß waren die bunten selbstgemachten Nudeln von Mareike vom Blog „Zuckerschnee“. Endlich weiß ich, wofür ich mein Gnocchi-Brett noch benutzen kann! 🙂

 

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Karen von „karensbackwahn“ gab eine Session über Kaffeebrühen mit dem Handkaffeefilter – so schlicht, so gut! Karen mein Schatz, wenn ich nicht zum Geburtstag den Kaffeevollautomaten bekommen hätte, Du hättest mich eventuell bekehrt 😉

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Zu Guter Letzt gab der Inhaber von Cooking Concept Marcus noch eine Session zum Thema Messer schärfen am Sonntag. Sehr spannend, und das erste Mal, dass mir jemand den Unterschied zwischen japanischen und deutschen Messern gut erklärt hat.

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Ach, es gäbe noch viel mehr zu erzählen, von den theoretischen Sessions habe ich jetzt gar nicht berichtet. Diese drehten sich rund ums Bloggen, Marketing, technische Fragen, „Vom Hobby zum Lebensunterhalt“ und vieles mehr… einfach ein Haufen spannender, interessierter Leute mit ähnlichen Interessen. Reutlingen, ich komme wieder! 🙂

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