Winterlasagne mit Kürbis, Kasseler und Senf-Dill-Bechamel

Hach, der Winter… ich mag ihn, besonders kulinarisch. Schmorgerichte, Eintöpfe, Raclette – esst Ihr auch so gern Raclette? Ich liebe den französischen Raclette-Käse und fand es irgendwann schade, dass wir ihn nur ein bis zwei Mal im Jahr essen – eben zum Raclette, meist an Silvester. Es ist eine lieb gewonnene Tradition bei uns, trotzdem möchte ich den Käse auch mal anders genießen. Und so kam mir die Idee damit ein Auflaufgericht zu machen – denn dafür ist er ja gemacht, um ihn schön heiß und cremig über leckeren Dingen zu schmelzen… hmmmm…

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Unter dem köstlichem Raclette-Käse verstecken sich Lasagneteigplatten,  winterliches Wurzelgemüse und Kasseler. Dazwischen verbirgt sich eine cremige Bechamelsoße mit Senf und Dill – richtiges Soulfood, auch wenn der Begriff überstrapaziert sein mag  😉

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Kürbis-Maronen-Quiche mit Salbei, Cheddar und weißem Portwein

kuerbis-maronen-q_0033Als ich meinem Mann erzählte was ich plante zu backen meinte er nur:
„Und weißt Du wie das am Besten schmeckt? Wenn Du es kurz vorm Servieren, wenn die Quiche fertig und noch schön heiß ist, durch ein gutes Steak ersetzt!“

Nun, ich bin ja Kummer gewohnt – mittlerweile seit 10 Jahren, aber das ist ein ganz anderes Thema…

Es dürfte kaum überraschen dass ich besagte Kürbis-Maronen-Quiche nicht für das eheliche Abendessen buck. Dafür freute sich eine gute Freundin als ich sie zum Mädelsfrühstück mitbrachte – hier wusste man meine Kreation wenigstens zu schätzen 😉

Die Kombi kannte ich von einem Jamie Oliver Rezept: er kocht aus Butternutkürbis eine herzhafte Suppe mit Salbei und Maronen als Einlage.

Generell liebe ich zwar meinen alten Freund, den Hokkaido-Kürbis, sehr, aber ich habe ihn in letzter Zeit zu oft gegessen. Der Butternut hat einen erfrischend anderen, herzhafteren Geschmack mit weniger Süße. Ja, er macht mehr Arbeit weil man ihn schälen muss – aber es lohnt sich! Bereits einfach im Ofen gebacken, in Scheiben geschnitten mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Rosmarin und Thymian, ist er eine Wucht. Darum wollte ich ihn unbedingt mal als Quiche-Füllung ausprobieren.

Und ich finde Kürbis, Salbei und Maronen passen super zusammen und in die Jahreszeit. (O-Ton der Mann: „Kannst ja auch noch Laub rein machen, hat auch grade Saison.“ – …no words…)

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Nachgekocht my style: Unterschale vom Hirsch, mit Lorbeer gespickt und in Heu gedämpft

Wild ist immer wieder etwas Besonderes. Darum erstaunt es mich, dass man in Deutschland kaum gute Wild-Kochbücher findet und die meisten Wild-Rezepte irgendwie immer gleich sind. Den Vogel abgeschossen hat ein Buch das ich mal zum Geburtstag bekommen habe: Die Rezepte darin wurden so „variiert“, dass Zutaten wie Preiselbeeren durch Cranberries ausgetauscht wurden – revolutionär! 😉

Bisher habe ich mich also immer mal wieder darüber geärgert, dass es keine guten Wild-Kochbücher gibt. Aber so ganz absolut stimmt das natürlich nicht, es sind halt nur nicht viele gute zu finden. Aber es gibt Hoffnung: ich habe letztes Jahr zum Geburtstag „Das große Buch vom Wild“ aus dem Teubner Verlag bekommen.

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Dieses gibt es in 2 Größen: die große Original-Ausgabe ist sehr edel verarbeitet im Leineneinband und mit knapp 70,- € dementsprechend teuer. Der Verlag kam aber kürzlich auf die Idee die Kochbücher dieser Serie noch in einer kleineren, nicht ganz so teuer verarbeiteten Variante auf den Markt zu bringen für 29,90 €. Inhaltlich sind die Bücher gleich, und da ich mit meinen Kochbüchern wirklich koche und sie auch mal Spritzer abbekommen habe ich mir die kleinere, praktikablere Variante gewünscht.

Schon beim ersten Durchblättern fiel mir ein Rezept ins Auge das sofort den ersten Aufkleber zum Nachkochen bekommen hat: Frikandeau vom Hirsch in Heu gegart. Ein Frikandeau  ist nichts anderes als die Unterschale, und die hatte ich sogar noch eingefroren. Als schnell mal Bio-Heu im Internet bestellt und schon kanns los gehen. Das gibt´s übrigens nur im 1-Kilo-Gebinde und da die Versandkosten gleich bleiben und ich nicht einschätzen konnte wie voluminös 1 Kilo sein würde, hab ich gleich mal 2 Kilo bestellt. Hat gereicht… Bye the way, braucht jemand Heu? 😉

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Schweinekrustenbraten Sous Vide – einmal warm, einmal kalt

In diesem Blogpost möchte ich nur kurz meine Erfahrungswerte notieren wie ich einen Schweinekrustenbraten geteilt und beide Hälften Sous Vide gegart habe. Es gab die eine Hälfte zuerst warm und die Reste dann kalt (siehe Fotos und Notizen). Die andere Hälfte schlummert noch vakuumiert in der Gefriertruhe, eventuell wird hierzu auch noch der Erfahrungswert folgen.

Kurz und knackig:

So habe ich es probiert, so war es gut, so möchte ich es wiederholen.

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Spargeltarte mit Erbsen und Räucherlachs

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Und noch einmal weil´s so schön war: ich liebe Tartes und Quiches und das ganze gebackene Zeug, und die Kombi weißer Spargel, Erbsen und Räucherlachs hat mich gereizt… schließlich muss man sich ja was einfallen lassen mit den letzen 3 kg Spargel der Saison, denn seit 3 Tagen wird in den meisten deutschen Spargelgebieten nicht mehr gestochen.

Einen Teil haben wir gestern abend ganz klassisch gegessen (gekochter Schinken, Kartoffeln, Hollandaise) mit einer Spargelcremesuppe als Vorspeise. Heute gibt´s dann die Tarte, denn die kann man prima am Vortag backen und man hat dann Sonntags nicht so viel Arbeit 😉

Leider hatte ich spontan keinen frischen Dill im Haus, ich glaube das wäre noch geiler gewesen, aber der Thymian der derzeit vor meinem Küchenfenster wohnt war auch lecker.

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Grünspargel-Tarte mit Merguez und Ricotta

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Oh Mann, gefühlt gestern hatten die Händler die ersten Stangen für ein kleines Vermögen im Angebot und schon bald ist die Spargelsaison wieder vorbei. Also husch husch an den Herd!

Heute gibt´s die grüne Schwester der bleichen Schönheit – ist mir ehrlich gesagt fast lieber. Und meinetwegen bräuchten wir auch keine (künstliche) Verknappung sondern könnten es halten wie die Spanier: dort kann man zumindest den grünen Spargel fast das ganze Jahr über kaufen, er ist dort ein „normales“ Gemüse wie Brokkoli.

Kombiniert habe ich den Grünspargel diesmal mit Merguez, einer kräftig abgeschmeckten Bratwurst aus Rind- und Lammfleisch. Meist ist sie leicht bis sehr scharf, je nach Metzger.

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Krustenbrot

Für Steffen 😉

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Dieses Brot ist ein absoluter Liebling in unserer kleinen Familie. Damit die Kruste so schön wird muss der Ofen mit Wasserdampf richtig heiß vorgeheizt sein. Zusätzlich backe ich es auf einem Schamott-Pizzastein damit der Boden auch schön knusprig wird. Und es gehört Handarbeit dazu, man muss es während es geht ein paar Mal kneten. Kein Problem – für dieses Ergebnis macht man das doch gerne.

Das Originalrezept ist aus dem Buch „Homemade – Das Goldene von GU“. Hier heißt es Krustenbrot. Ein ganz ähnliches Rezept findet sich aber auch in dem bereits erwähnten Buch „Brot“ von Bernd Armbrust, ebenfalls erschienen bei GU. Hier heißt es „Münsterländer Stuten“. In beiden Rezepten werden allerdings 2 kleine Brote daraus gemacht. Das habe ich abgewandelt zu einem mittelgroßen Brot. Außdem lasse ich es länger gehen als im Rezept angegeben und füge unbedingt noch Brotgewürz dazu, was ihm richtig gut steht.

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