Wild mal italienisch: Mufflonkeule alla Cacciatora (Jägerart) „my style“

Keule vom Muffelwild 0022

Nach der althergebrachten italienischen Art „alla Cacciatora“, also „Jägerart“, wird normalerweise Huhn oder Kaninchen geschmort. Ich habe diesen Klassiker mit grünen Oliven aufgepeppt und mit einem in Deutschland seltenen Stück Wild probiert, dem Mufflon. Dabei handelt es sich um die wilden Vorfahren unserer Hausschafe, darum werden sie auch Europäische Wildschafe genannt oder in der Jägersprache Muffelwild.
Beziehen kann man Muffelwild über einen Jäger oder Hobbyjäger, manche Metzgereien bieten Wild an und im Internet finden sich auch immer mehr spezialisierte Händler. Solltet Ihr kein Mufflon bekommen oder mögen, dann passt auch Wildschweinkeule oder Lammkeule.

Dazu gab es lange Nudeln mit gewelltem Rand (Reginette), gut gepasst hätte auch Polenta. Als Gemüse gab es glasierte Möhren nach einem Rezept aus der italienischen Kochbibel, dem „Silberlöffel“ (S. 504). Allerdings wurde auch dieses Rezept von mir abgewandelt, also „my style“, denn ich habe noch Artischocken und Ingwer dazu gegeben. Das hat super zu der zitronigen Note aus dem Original-Rezept gepasst und zur tomatigen Schmorsoße des Wilds.

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Bud Spencer Gedenk-Bohnen

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Wenn ich jemanden mag, koche ich für ihn. Und auch wenn ich Carlo Pedersoli nie persönlich kennen gelernt habe, war seine Figur Bud Spencer für mich etwas besonderes, der Held meiner Kindheit.

Am Liebsten mochte ich „Der Bomber“. Ich werde nie vergessen, wie er in diesem Film diese gigantisch große Portion Spaghetti mit Meeresfrüchten serviert bekommt und ich dachte als Kind „Boah, das will ich auch mal!“ So eine riesige Portion durfte ich daheim nie essen! Und schon gar keine Spaghetti mit Meeresfrüchten, denn sowas gab´s bei uns nicht.

Ein legendäres Essen aus seinen Filmen sind natürlich seine Bohnen mit Zwiebeln und Speck, darum habe ich sie nachgekocht – im Cowboy-Stil mit geräuchertem Paprikapulver, Rauchsalz und Kaffee.

„Wenn du denkst, du kannst dir hier den Wanst mit meinen Bohnen und Zwiebeln vollschlagen, dann werd‘ ich dir gleich mal eine zwiebeln.“
(Zwei sind nicht zu bremsen)

Gute Reise Bud. Dir zu Ehren gibt’s Bohnen.

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Pasta mit Wurstbrät, Lauch und Pilzen – und Kaminwurzen!

Pasta mit Wurstbrät Lauch und PilzenInspiriert wurde ich zu diesem Gericht von Jamie Olivers Rezept „Pappardelle mit Wurstbrät und gemischten Pilzen“ aus seinem Buch „Kochen für Freunde“. Die Idee, das Innere einer groben Bratwurst als Hackfleisch zu benutzen hat mich als Wurst-Fan sofort begeistert. Und auch die Kombination mit Pilzen war für mich sofort einleuchtend. Aber mich haben ein paar Kleinigkeiten gestört: zu Pilzen gehört für mich noch Speck oder was ähnliches, was fleischig-salzig schmeckt. Außerdem fehlte mir „eine Soße“, das Ganze ist doch relativ trocken. Und zu guter Letzt meckerte der Mann, weil die langen Pappardelle in Kombi mit den kurzen stückigen Restzutaten schlecht zu essen seien. Nun denn, wir sind ja einfallsreich. Hier also meine Variante, in der ich 2 Sorten Wurstbrät verwendet habe. Zusätzlich durften noch Lauch und Frühlingszwiebeln mit rein, 1 Becher Schmand und – der Clou dabei: statt noch Speck zu den Pilzen zu kombinieren habe ich geräucherte getrocknete Kaminwurzen in kleinen Stücken mit gebraten. Yummy 🙂

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Pasta mit 2-fach geschmorter Aubergine und Lammhackbällchen

Pasta alla Norma mit Lammhackbällchen 3

„Du machst Kötbullar?!?“ – Der Mann fand sich mal wieder besonders witzig und riskierte einen Rauswurf aus der Küche. Nein, es waren zwar Hackbällchen, aber mit der schwedischen Variante hatten die nicht viel zu tun.

Ich wollte den italienischen Klassiker „alla Norma“ modifizieren und aufpeppen. Und irgendwie kam mir beim Einkaufen Lamm in den Sinn. Der Geschmack von Auberginen, in einer Tomatensoße geschmort mit Basilikum und Ricotta – dazu konnte ich mir den Lammgeschmack ziemlich gut vorstellen. Und es hat sich bewahrheitet, also ist nachmachen empfohlen!

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