Krautnudeln mit Speck

Krautnudeln sind ein altes Familienrezept und für mich ein Inbegriff von Wärme und Heimat. Neudeutsch heißen Gerichte die ein wohliges Gefühl von „Futtern wie bei Muttern“ (oder wie bei Omi 🙂 ) auslösen „Soulfood“. Auch wenn der Begriff in den letzten Jahren überstrapaziert wurde, so bringt er doch auf den Punkt welche Emotionen und positiven Erinnerungen durch Essen transportiert werden können.

Mein Vater erzählte mir von seiner Kindheit im ländlichen Raum und das es normal war, dass die Menschen selbst Obst und Gemüse anbauten und Tiere hielten. Viele hatten Hühner und ein Schwein. Dieses wurde selbst aufgezogen und im Winter geschlachtet. Man verwertete so ziemlich das ganze Tier. Man hätte sich ein anderes Verhalten gar nicht leisten können, auch nicht die Familie meines Vaters, der als jüngerer von zwei Brüdern 1940 geboren wurde und deren Vater (mein Opa) starb als mein Vater noch ein Junge war.

Von den eigenen Fleischerzeugnissen wurde natürlich auch Speck gemacht. Da dieser geräuchert wurde, hielt er sich besonders lange und wenn im Winter von dem Fleischvorrat nicht mehr viel übrig war,  gab es meist noch den Speck. Als besondere Zutat wurde er dann verkocht – quasi statt Sonntagsbraten. Nun kann man Bauchspeck nicht wie Sonntagsbraten zubereiten, aber man kann viele andere leckere Gerichte damit kochen.

Ein Beispiel für so ein Gericht sind die Krautnudeln. Im Winter gibt es tolles frisches Kraut im Überfluss, Nudeln sind gut lagerbar und der Speck, ja den Speck hatte man sich aufgehoben – und konnte ihn zusammen mit der Familie genießen.

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Winterlasagne mit Kürbis, Kasseler und Senf-Dill-Bechamel

Hach, der Winter… ich mag ihn, besonders kulinarisch. Schmorgerichte, Eintöpfe, Raclette – esst Ihr auch so gern Raclette? Ich liebe den französischen Raclette-Käse und fand es irgendwann schade, dass wir ihn nur ein bis zwei Mal im Jahr essen – eben zum Raclette, meist an Silvester. Es ist eine lieb gewonnene Tradition bei uns, trotzdem möchte ich den Käse auch mal anders genießen. Und so kam mir die Idee damit ein Auflaufgericht zu machen – denn dafür ist er ja gemacht, um ihn schön heiß und cremig über leckeren Dingen zu schmelzen… hmmmm…

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Unter dem köstlichem Raclette-Käse verstecken sich Lasagneteigplatten,  winterliches Wurzelgemüse und Kasseler. Dazwischen verbirgt sich eine cremige Bechamelsoße mit Senf und Dill – richtiges Soulfood, auch wenn der Begriff überstrapaziert sein mag  😉

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